10 Gründe, warum du mit dem Einkochen anfangen solltest

Gewölbekeller Vorräte

Ihr kennt das: stressigen Tag im Büro gehabt, es war keine Zeit für Mittagessen, nur schnell was vom Bäcker geholt. Abgehetzt nach Hause kommen und (wenn ihr Familie habt) als erstes die Frage von den Lieben hören: „Was gibt’s zum Essen?“. Und wenn ihr nicht Familie habt – ihr selbst würdet vielleicht auch jetzt einfach gern bei Mutti an den gedeckten Tisch sitzen.

Mama, was gibts heute?

Bei uns war die Lösung für ein schnelles Essen ganz oft Nudeln mit Pesto, Maultaschen mit Ei (ohne dieses Essen würde keine Familie im Schwäbischen überleben, das ist mal sicher!) oder halt schnell ein belegtes Brot. Vielleicht gab es noch einen Rest von irgendwas vom Wochenende Kühlschrank. Und im größten Notfall halt ne Tiefkühlpizza…

Weil zum Einkaufen hatte ich heute keine Zeit und Wochenpläne sind nicht mein Ding. Ich esse gerne, worauf ich Lust habe. Und was das ist, weiß ich doch acht Tage vorher nun wirklich nicht. Und Fertiggerichte sind für mich keine Alternative. Abgesehen von fragwürdigen Inhaltsstoffen und dem Preis, habe ich meine Lieben schließlich an vernünftiges, selbstgekochtes und gutes Essen gewöhnt.

Meal Prep oder Maultaschen?

Neben Essengehen, dem guten alten Vorkochen (heute: Meal Prep) oder dem oben erwähnten Home-Fastfood fällt mir keine Alternative ein (außer ihr habt wie ich früher eine Oma, die für die ganze Familie kocht).

Essengehen ist zwar super, aber wer kann und möchte sich das leisten, zumal mit Kindern eh ein extra Thema. Also vorkochen. Vier Tage lang Bolognese? Och nö. Okay, Reste kann man einfrieren.

Aber, Hand aufs Herz, jeder kennt den undefinierbaren Eisblock in der unbeschrifteten Gefrierdose, von dem man nicht weiß, wann und schon gar nicht was man da eingefroren hat. Und den traut man sich dann doch nicht zu essen.

Meine Lösung des Problems – und vielleicht ganz bald auch eure – ist Einkochen! Auch bekannt als Einwecken oder Rexen. Ihr wisst schon, die guten alten Gläser mit dem roten Gummiring.

Jetzt geht es euch wahrscheinlich wie mir: Einwecken ist für euch Kürbis süß-sauer, grau-grün schimmernde Bohnen oder Apfelmus. So hat das meine schlesische Oma Gertrud gemacht. Oder halt Essiggurken oder Kompott. Das finde ich allerdings überaus schrecklich und es bringt auch keine Lösung für ein ordentliches Essen.

Wenn man sich ein wenig mit dem Thema befasst, ist die Erkenntnis: die Möglichkeiten sind IRRE! Irre vielseitig, irre kreativ, irre nachhaltig.

Kann mir doch auch mal jemand sagen, dass man Bolognese, Eintöpfe, Suppen, Curry, Knödel, Babybrei, Spätzle, Süßspeisen, Kuchen, Reis, Gemüse, Brot, Salatsauce und das ganze LECKERE Zeug auch einfach in Gläser packen kann. Seither ist unser abendliches Kochen easy peasy. In den Keller gehen, aussuchen, warm machen. Essen.

Hört sich gut an? Hört sich gut an. Deshalb jetzt also

10 gute Gründe, warum du mit dem Einkochen anfangen solltest:

1.) In 15 Minuten ist das Essen auf dem Tisch

Natürlich musst du irgendwann vorkochen, einkochen und einlagern. (Dabei helf ich dir in meinem Blog 😉 Aber dann ist die Sache einfach: Glas aufmachen, erhitzen, genießen.

Ich finde es wesentlich komfortabler, als Eingefrorenes aufzutauen. Das erfordert nämlich, dass ich mich am Abend vorher oder morgens bereits für ein Essen entscheiden und dann auch daran denken muss, es aus aufzutauen. Oder (wie fast immer bei mir) ich hole zur Essenszeit zum Beispiel einen riesigen Klotz Kürbissuppe aus der Tiefkühltruhe und erwärme ihn mit ein wenig Wasser auf dem Herd. Dauert ewig oder (bei zu großer Hitze) ist die Suppe unten angebrannt und oben noch gefroren.

2.) Du weißt, was drin ist

Ganz abgesehen von Geschmacksverstärker, Zucker und Co. in Fertiggerichten: Beim Einkochen kannst du selbst entscheiden, was in dein Essen kommt und wo es herkommt. Wenn in deiner Familie eine Gluten-Allergie besteht, Laktose-Intoleranz, du für dein Baby kochst oder vegan lebst: entscheide selbst, was in deinem Essen ist – und mach es haltbar.

3.) Es schmeckt

Und weil du weißt, was drin ist, weißt du natürlich auch, wie es schmeckt.

4.) Die Lagerung erfordert keine Energie

Eingekochte Gläser sind haltbar gemachtes Essen, quasi Fertiggerichte. Du kannst sie einfach im Keller, in der Küche oder falls vorhanden in der Speisekammer aufbewahren. Ohne Kühlschrank, ohne Gefriertruhe und ohne Energie. Lager sie vielleicht nicht direkt in der prallen Sonne, Zimmertemperatur vertragen sie schon. Sonst muss man bei der Lagerung von gutem, fertigem Essen nichts beachten. Ein Traum, oder?

5.) Die Küche wird nur einmal eingesaut

Ob du für eine Mahlzeit Bolognese kochst, oder für zehn ist egal. Deine Küche sieht gleich schlimm aus. Vorausgesetzt, du hast einen großen Topf, kannst du locker größere Mengen zubereiten. Meistens wird es ja dann um so besser…

Es lohnt sich auch, gleich mehrere Gerichte fürs Einkochen vorzubereiten. Dann wandern viele Gläser mit vielen Portionen Essen in den Einkochtopf, -automat oder Backofen und können in einem Aufwasch eingekocht werden.

6.) Du kannst saisonal einkaufen

Im Mai der Spargel, im Sommer Tomaten, Bohnen und Zucchini, im Herbst der Kürbis. Leute, kauft Gemüse, wenn es Saison hat! Dann ist es lokal und frisch. Für’s gute Gewissen, für die Nachhaltigkeit und weil es gut schmeckt. Das beste ist, du kannst es dir haltbar machen, und zwar in der Form, die du am liebsten magst: Als Spargelsuppe, Tomatenketchup, Bohnensalat oder Kürbissuppe beispielsweise. Du hast deine Lieblingssorten das ganze Jahr verfügbar und musst nicht auf Importe zurückgreifen. Und, psst, Gemüsegartenbesitzer haben das schon immer gewusst 😉

7.) Du wirfst keine Reste mehr weg

Hast du schon mal Kartoffeln weggeworfen, weil sie ausgewachsen waren? Bestimmt. Oder knackige Karotten, weil du sie inzwischen biegen konntest? Dabei wolltest du sie eigentlich zu Salat oder Gemüse verarbeiten. Den vergessenen Blumenkohl, den es hätte als Auflauf geben sollen? Den Rest Gulasch vom Wochenende, den du im Kühlschrank vergessen hast?

Gibt es nicht mehr, weil du einkaufst, kochst und haltbar machst. Oder: Übrig gebliebene Reste einkochst. Oder super nachhaltig: Gemüseschalen und -abschnitte im Zug des Einkochens als Gemüsebrühe recycelst.

8.) Du kannst Sonderangebote nutzen

Der Schlachter, Fleischer, Metzger deines Vertrauens hat Hack im Angebot? Oder du hast auf dem Markt 5 Kilo Kartoffeln gekauft? Vielleicht waren auch gerade Feigen im Angebot oder Mangos oder der Nachbar schenkt dir fünf Trillionen Zucchini? Lächle, sag danke, und koch es ein, so wie du es gern essen magst.

9.) Du kannst spontan Gäste bewirten

Bestes Beispiel: Mein Sohn erzählt freudestrahlend im Kindergarten „Ich kann bei meiner Mama im Keller raussuchen, was es gibt!“ Und ich freue mich schon auf den Tag, an dem er seine Fußballmannschaft einfach so mal zum Spaghetti-Essen einlädt, und ich zu den 22 Mann sagen kann: Spaghetti Bolo oder lieber Currywurst? 😉

10.) Es macht Spaß!

Kochen hat mir immer Spaß gemacht. Essen „machen müssen“ aber so gar nicht. Jetzt genieße ich es, überlegt einzukaufen, Gerichte zu kochen, abzuschmecken, zu probieren und schließlich haltbar zu machen. Glaub mir: es ist so ein schönes Gefühl, 15 Portionen Bolognese / Tomatensauce / Kürbissuppe / Gulasch oder was auch immer in den Keller tragen zu können und zu wissen… (siehe Punkte 1 bis 10)

Weck it up!

Hallo, ich bin Steffi!

Ich blogge aus dem Schwäbischen und koche für mein Leben gern – am liebsten für viele Gäste.

Aber seit ich Mama bin und wieder arbeite, ist von dieser Leidenschaft leider nur „Essen machen“ geblieben. Bis ich das Einkochen entdeckt habe!

Auf meinem Blog zeige ich euch, wie ihr leckeres, gesundes Essen auf Vorrat in eure Speisekammer bringt. Mehr über mich…

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