Null-Euro-Gemüsebrühe

Zugegeben, die Idee ist nicht von mir, aber sie begeistert mich immer wieder aufs Neue!

Gemüsebrühe aus Resten ist einfach spitze. Literweise hab ich sie schon (ein-)gekocht und das tolle ist, sie kostet außer ein wenig Arbeit und Energie nichts. Und sie schmeckt auch noch.

Und die Null-Euro-Gemüsebrühe geht so:

Ich habe einen 3-Liter-Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss (schon ewig lange, immer denselben) in Gebrauch. Der wohnt in meiner Tiefkühltruhe. Und immer, wenn du beim Kochen Gemüse verarbeitest, kommen die Abschnitte, Schalen und Reste da rein.

Wie die Schichten der Erdkruste wird im Beutel gestapelt: Neulich gab es Zwiebelsuppe? Dann die Schalen und die dicken Abschnitte in die Tüte. Die Möhrenschalen von der Pausenkarotte vom Kind, vergessene Tomate, leider zu matschig zum so Essen: in die Tüte. Es gab Blumenkohl, Wirsing oder Lauchcrèmesuppe? Dann haut die Schnibbelreste einfach in eure Tüte. Paprika-Gerippe, Ingwerschalen, trocken gewordener Knoblauch, Frühlingszwiebelabschnitte und natürlich übriggebliebene Kräuter wandern rein und ab in die Gefriertruhe. Wenn mir die Mischung zu einseitig ist, investiere ich noch in einen Sellerie und ein, zwei Stangen Lauch (dann ist es nicht mehr Null Euro, sondern halt 2 €)…

Ein weiterer Vorteil für alle „Homegourmets“, die Wert auf schöne Schnitttechnik beim Gemüse legen: feel free, schneidet es hübsch! Jetzt müsst ihr kein schlechtes Gewissen mehr haben, dass ihr euren Verschnitt wegwerfen müsst.

Bei uns ist die Gemüsebrühe aus dem Koch-Alltag nicht mehr wegzudenken: Sie ist eine super Basis für Risotto und Suppen, geht aber auch ganz pur wenn man friert oder das Kind eine schnelle Buchstaben-Suppe haben möchte.

Wenn mein 3-Liter-Beutel irgendwann voll ist, läuft es dann folgendermaßen:

Null Euro Gemüsebrühe

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Serves: 5 Liter Cooking Time: 2,5 Stunden

Ingredients

  • 3 Liter Gemüseabschnitte
  • 2 Liter Wasser (oder mehr: das Wasser muss das Gemüse bedecken)
  • Salz
  • Pfefferkörner
  • Pimentkörner
  • Wachholderbeeren
  • Lorbeerblatt
  • ein Schnitz Ingwer
  • eine Spur Kardamom (wer mag)

Instructions

1

In meinen größten Topf (ca. 5 Liter) kommt die TK-Gemüsemüll-Mischung rein. Dann fülle ich mit kaltem Wasser auf. Es kommen Salz, Pfefferkörner, ein Paar Pimentkörner, Wachholder, Lorbeerblatt, wenig Kardamom (kann – nicht muss) dazu. Das lasse ich dann alles auf kleiner Flamme so zwei, drei Stunden simmern.

2

Dann weiß ich endlich, warum ich mal Stoffwindeln gekauft habe, und filtere die ganze Sache durch. Übrig bleibt (wenn man schön viele Zwiebelschalen oder gar eine angeröstete Zwiebel mitgekocht hat) eine wunderbare Gemüsebrühe.

Notes

Einkochen: 30 Minuten bei 100° C Portioniert in Eiswürfelbeutel einfrieren: auf einen Liter Brühe brauchst du ca. 4 handelsübliche Eiswürfeltüten.

Hallo, ich bin Steffi!

Ich blogge aus dem Schwäbischen und koche für mein Leben gern – am liebsten für viele Gäste.

Aber seit ich Mama bin und wieder arbeite, ist von dieser Leidenschaft leider nur „Essen machen“ geblieben. Bis ich das Einkochen entdeckt habe!

Auf meinem Blog zeige ich euch, wie ihr leckeres, gesundes Essen auf Vorrat in eure Speisekammer bringt. Mehr über mich…

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